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Sony-Manager bekam Wut der Arbeiter zu spüren | Drucken |  E-Mail
Frankreich
Freitag, den 13. März 2009 um 14:46 Uhr
Wütende Arbeiter haben in der vergangenen Nacht den Chef der französischen Tochter des Elektronikkonzerns Sony in einer Fabrik gefangen gehalten. Sony-France-Chef Serge Foucher war am Donnerstag zu einer Versammlung in das Video- und Tonbandwerk in Pontonx-sur-l'Adour in Südfrankreich, das im April geschlossen werden soll. Bis zum heutigen Vormittag wurde Foucher dort dann zusammen mit seinem Personalchef dort festgehalten, bis ihn die schließlich frei ließen. Sony Frankreich hatte im Dezember angekündigt, den Standort in Pontonx-sur-l'Adour Mitte April zu schließen.

Auch die Arbeiter des französischen Continental-Werks haben ihre gute Manieren gegenüber den Managern abgelegt. Wie L'Humanité berichtet, wurde der Chef des Continental-Werks Clairoix (Oise), Louis Forzy, mit Eiern begrüßt, als er von einer Bühne aus zu den von Erwerbslosigkeit bedrohten Arbeitern sprechen wollte. Gewerkschaftsvertreter erinnerten daran, dass die Belegschaft zur Sicherung ihrer Arbeitsplätze zur 40-Stunden-Woche zurückgekehrt war, was sich nun nur als zusätzliche Ausbeutung darstellt. »Wie lange ist die Schließung schon geplant«, wollten die Gewerkschafter wissen und zogen die offiziellen Darstellungen einer »unumgänglichen Maßnahme« in Zweifel.
 

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