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Widerstand ungebrochen - nächster Generalstreik am Donnerstag | Drucken |  E-Mail
Griechenland
Mittwoch, den 19. Mai 2010 um 11:32 Uhr

Demonstration der PAME beim Generalstreik vom 5. Mai 2010 in Thessaloniki»Die Beteiligung an den vorangegangenen Streiks, insbesondere am 5. Mai, und die Unterstützung der Beschäftigten für die Kundgebungen der PAME beunruhigen zunehmend die Regierung und die Kapitalvertretungen. Sie waren ein kraftvoller Hinweis zur Verurteilung der barbarischen, volksfeindlichen Maßnahmen, gleichwohl ein Zeichen der Hoffnung für die Beschäftigten in ganz Europa: ein wesentlicher Schritt hin zum Bündnis mit den kleinen Gewerbetreibenden, den Handwerken und der armen Bauernschaft«, heisst es in einem neuen  Aufruf der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE) zu einem weiteren Generalstreik der griechischen Arbeiter am morgigen Donnerstag. »Wir können die Herrschenden dauerhaft in Unruhe und Furcht versetzen. Wir können den Terrorismus der Regierung, der Unternehmerverbände, der Europäischen Union, des Internationalen Währungsfonds, ihre versteckten und offenen Provokationsmechanismen, wenn es sein muss, selbst mit Terror beantworten. Unsere Botschaft und unser Anspruch wird wie ein Donner sein, dass wir niemals klein bei geben, wir nicht mit ihren barbarischen Maßnahmen leben werden – weder wir noch unsere Kinder. (…) Unser Kampf wird das gesellschaftliche Klima bestimmen. Jeden Tag werden wir uns kraftvoll versammeln. Jeden Tag werden wir uns vorbereiten, uns an die Spitze zu stellen, nicht sie und ihr System. Sie wissen, dass wir es können, dass wir uns langsam oder schnell durchsetzen, so dass sie sich erschrecken. Deshalb arbeiten sie mit Erpressungen, mit Drohungen, mit Terror und suchen Zuflucht in Provokationen, versteckt oder offen.«

Auch die kommunistische Gewerkschaftsfront PAME ruft dazu auf, am 20. Mai Betriebe, Dienstleistungsunternehmen, Büros, Schulen, Baustellen und jede Arbeitsstelle lahmzulegen. Der Generalstreik, der auch von den beiden Gewerkschaftsdachverbänden GSEE und ADEDY unterstützt wird, richtet sich vor allem gegen das momentan im griechischen Parlament debattierte Gesetz über die Änderung des Sozialversicherungssystems. Gegen die darin vorgesehene, den Vorgaben von EU und IWF folgende Verlängerung der Lebensarbeitszeit und Kürzung der Renten, aber auch gegen die bereits bisher umgesetzten Kürzungen von Löhnen und Gehältern, Steuererhöhungen und Entlassungen im öffentlichen Dienst richtet der Widerstand in Griechenland nach wie vor.

Der letzte Generalstreik am 5. Mai war vom Tod dreier Menschen überschattet worden. Drei Angestellte waren bei einem anarchistischen Brandanschlag auf eine Filiale der Marfin-Bank in Athen an Rauchvergiftung gestorben. Trotzdem demonstrierten bereits am nächsten Tag erneut Tausende vor dem griechischen Parlament gegen die »Sparmaßnahmen« und zeigten so, daß der Wille zum Widerstand durch diese Tragödie nicht gebrochen wurde. »Unsere Botschaft wird noch lauter als die vom 5. Mai sein«, heißt es deshalb auch im PAME-Aufruf.

Quellen: kommunisten.de, junge Welt / RedGlobe


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