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Wir rufen die Arbeiter auf, heute an der Massendemonstration der KKE auf dem Omonia teilzunehmen. Morgen muß das gesamte Land mit dem angekündigten Streik stillgelegt werden. Es gibt keine andere Lösung, wir haben keine andere Wahl: Wir müssen ihnen Angst einjagen, wir müssen sie aufhalten. Wir müssen tun was in unserer Macht steht, auf dem Weg der Eskalation unserer Mobilisierungen, so daß die Kreditvereinbahrung und das neue Memorandum nicht durchkommen, um die Regierung zu Fall zu bringen (zu stürzen) durch den Willen, die Aktion und das organisierte Einschreiten des Volkes. Das wird der erste Schritt sein.
Wir werden uns selbst nicht darauf beschränken oder alles einer Abstimmung an der Wahlurne unterwerfen. Das Wichtigste für die Menschen ist, daß sie durch ihren Kampf verstehen, daß die Beseitigung der Regierung nicht ausreicht. Das bürgerliche politische System hat Reserven – nämlich die Kräfte, die heute als Anti-Memorandum-Kräfte auftreten. In Wirklichkeit stehen sie dem Memorandum so ablehnend gegenüber wie es einst die (frühere konservative Regierungspartei Nea Dimokratia) ND war. Das wichtigste ist, die Klasse zu stürzen, die an der Macht ist, denn in diesem Fall kann man nicht nur von einer Regierung des Volkes, sondern man kann von der Macht des Volkes sprechen. Alle die Vorschläge für mutige Verhandlungen, die heute vorgebracht wurden, führen zu nichts anderem als zu einem Teufelskreis. Es kommt darauf an, daß das Volk die Wirtschaft dieses Landes in seine Hände nimmt, konkret die Produktionsmittel, die Monopole und die laufenden Geschäfte. Jede andere Lösung führt nur dazu, daß das bürgerliche politische System wieder Luft holen kann.
Es geht um einen Umbruch – konkret gesagt eine bittere Periode, ohne jeglichen Gewinne (zusätzliche Einkünfte) für die Menschen, aber es kommt darauf an, daß das Volk das letzte Wort hat. Beginnend mit dem heutigen Tag können die Alternativvorschläge gegen die gegenwärtige politische Linie nicht in einzelnen und losgelösten volksfreundlichen Vorschlägen bestehen, sondern es geht um die Macht der Arbeiter und des Volkes. Ohne die Macht des Volkes ist es unmöglich, mit dem Teufelskreis der Krise fertigzuwerden – natürlich zusammen mit einem Austritt aus der EU und der einseitigen Streichung der Schulden.
Schluß mit dem Feilschen. Selbst wenn sie 100 Prozent der Schulden abschreiben sollten, es muß alles aus den Taschen der Menschen bezahlt werden, und die Menschen müssen dafür mit ihrem Schweiß, ihrer Mühe und mit ihren Problemen aufkommen. Es gibt keine andere Lösung. Wir würden die Existenz einer Zwischenlösung sehr begrüßen, aber in dem Moment, da sie nicht existiert, gibt es nur eine radikale Lösung.
Sie haben sich eine Reihe von Punkten ausgesucht, wie zum Beispiel das 13. und 14. Monatsgehalt, um die Menschen irrezuführen. Ihre Alternativvorschläge sind: Den Menschen 5 oder 6 Monatslöhne wegzunehmen, indem Tarifverträge abgeschafft werden und der Mindestlohn gekürzt wird, indem untragbare Steuern erhoben werden, so daß sie dann sagen können, sie hätten das 13. und 14. Monatsgehalt gerettet. Und im selben Moment werden die Löhne gekürzt. Es wird darauf gewartet, daß derartige Erklärungen heute abgegeben werden. Das Volk muß ihnen zeigen, daß es nicht naiv ist, daß man es nicht in die Irre führen kann. Und das an sich ist ein bedeutender Schritt nach vorn.
Die EU ist eine verräterische Allianz. Trotz der Tatsache, daß sie Verbündete sind in ihrer Unterstützung des kapitalistischen Systems, sind sie gleichzeitig erbitterte Rivalen untereinander in der Frage, wer mehr von der Krise profitiert und wer noch mehr von einer Konjunktur profitieren würde. Es geht um Maßnahmen, die sie für sich selbst beschließen können, aber das Volk darf nicht in die Falle der Rivalitäten der EU-Mitgliedstaaten tappen. Das wird nicht nur von Deutschland beschlossen, auch andere Länder werden ihre Beschlüsse fassen. Das Volk darf nicht in deren Falle dieser Rivalitäten tappen, sie müssen zu Fall gebracht werden, indem die Völker ihre eigene Lösung in der Machtfrage durchsetzen. Anders kann das nicht gelöst werden. Denn es wird immer Angstmache geben, und es wird immer das Ziel sein, in die Eurozone zurückzukommen. Nichts könnte schlimmer sein für das Volk als Angst zu haben und sich nur zwischen den beiden Dilemmas entscheiden zu müssen, die ihnen die Ausbeuter anbieten.«
Übersetzung: Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek / RedGlobe
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Kommentare
Wie gut der Kapitalismus funktioniert, der bei uns ja netterweise
" FREIE MARKTWIRTSCHAFT " genannt wird kann man doch gerade am Beispiel Griechenlands bestens erkennen.
Profiteure, Banken, Börsenspekulant en und korrupte Regierungen haben sich die Taschen vollgestopft, dass Geld bei Seite geschaft und Griechenland wie eine Zitrone ausgequätscht. Die Rechnung wird nun, wie immer und überall dem Volk präsentiert.
Der Kapitalismus produziert weltweit Hunger, Elend und Kriege.
Er produziert auf der einen Seite im gigantischen Überfluss Waren ( 50% aller Lebensmittel z.B. landen bei uns auf den Müll) und andererseits verhindert er jede wirtschaftliche Entwicklung (siehe z.B. Afrika) um seine eigenen Märkte zu sichern und um zu verhindern das arme Länder sich selbst versorgen können.
Der Kapitalismus funktioniert im diesen Sinne sehr gut, aber er funktioniert natürlich nur im Sinne und im Auftrag der herrschenden Klasse.
Die sozialistische Planwirtschaft hat natürlich von ihrem Selbstverständn is her andere Prioritäten und Ziele.
Die Betriebe und Produktionsmitt el sind verstaatlicht, es geht nicht um Gewiinn-und Umsatzsteigerun g.
Die Arbeitsplätze sind sicher und die Preise für die Waren werden vom Staat unter sozialen Gesichtspunkten festgeleg und garantiert.
Die einzelnen Betriebe und Genossenschafte n arbeiten miteinander und nicht gegeneinander.
Natürlich gibt und gab es bei der Planwirtschaft auch Schwierigkeiten und Mängel, aber diese Mängel können in einem sich entwickelnden sozialistischem n Staat
überwunden werden.
Wie Brecht schon sagte ....
Der Kommunismus ist das einfache, was schwer zu machen ist.
Die Planwitschaft kann schon deshalb nicht funktionieren, weil sich die menschlichen Bedürfnisse, also die Nachfrage, nicht planen lassen. Genausowenig lässt sich planen, wieviel die Kunden bereit sind, für ein Produkt zu bezahlen. Das kann sich nur in einem Angebot-Nachfrage-Verhältnis regulieren. Daher funktionieren Flohmärkte und ebay so gut.
In einer Planwirtschaft wird noch mehr an den Bedürfnissen der Kunden vorbeiproduzier t als in einer Marktwirtschaft und es wird dort daher immer eine noch größere punktuelle Über- und Unterversorgung geben.
So wie diese Ausage auch auf Nuhr selbst zutrifft, sobald es um Politik geht!
Auch wenn Du die Klassenbegriffe noch so sehr hasst, sie sind die wissenschaftlic h richtigen Begriffe und sie sind auch in der Realität vorhanden.
Ich weiß, man spricht in Deutschland nicht gerne in diesen Kategorien und übernimmt die Sprache der herrschenden Klasse. Es heißt dann Arbeitnehmer, Sozialpartner, Unternehmer, freie Marktwirtschaft und wenn man entlassen wird, dann sagt man, sie/er wurde freigesetzt. Das klingt doch dann alles viel netter und nicht nach diesem alten Klassenkampfpar olen.
Übrigens.... Die Bourgeosie hat mit dem Aufkommen des wissenschaftlic hen Kommunismus auch immer gegen diesen entlarvenden Charakter der Begriffe gewettert und dann von der Vielschichtigke it der Welt und der Menschen gesprochen.
Das für dich der Sozialismus keine reale Alternative zum Kapitalismus ist und war, wird auch nichts daran ändern, das es die einzige Möglichkeit ist dieses System zu beseitigen, trotz aller Schwierigkeiten und Fehler die gemacht wurden und vielleicht auch noch gemacht werden.
Halbbildung ist manchmal ganz peinlich: Goethe lässt diesen Satz seinen Mephisto sprechen. Der Kontext ist diese Aussage:
"Verachte nur Vernunft und Wissenschaft,
Des Menschen allerhöchste Kraft,
Laß nur in Blend- und Zauberwerken
Dich von dem Lügengeist bestärken,
So hab ich dich schon unbedingt!"
Und wenn Du zur Frage nach der Möglichkeit einer demokratisch kontrollierten und im Interesse des Menschen funktionierende n Wirtschaft nicht mehr beizutragen hast als solche Klo-Analogien, dann ist mir der Goethe für eine Antwort zu schade. Dieter Nuhr tut's auch:
"Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten."
Weil die bisherige Praxis dies eben bewiesen hat und weil ich die Funktionsweise der Planwirtschaft aus eigenem Erleben beurteilen kann.
Denn grau ist alle Theorie und grün des Lebens goldener Baum.
In einem einfachen Vergleich zwischen Plan- und Marktwirtschaft wurde mir mal das Modell einer Toilettenspülun g genannt.
In der Marktwirtschaft ist ein Schwimmer im Kasten und wenn gezogen wird, läuft das Wasser eigenständig nach.
In der Planwirtschaft ist ein Wasserhahn angebracht der manuelle betätigt wird.
Hier ist schon vorprogrammiert , dass der Kasten gelegentlich leer ist oder überläuft, weil die manuelle Regulierung versagt hat, oder die geplante notwendige Wassermenge vor Ablauf des Planungszeitrau ms alle war. ;)-
http://www.helmutdunkhase.de/Thema2.pdf
Ähm ... wer sagt dir, dass die Planwirtschaft nicht funktionieren kann?
Hier scheint mal wieder Theorie gegen Praxis zu stehen. Im Prinzip ist das ja alles richtig, dass i.d.R. nicht die arbeitenden Massen die Schieflagen in kapitalistische n Wirtschaftssyst emen hervorrufen. Jedoch ist es bisher nirgendwo der "Arbeiterklasse" (ich hasse diese Klassenbegriffe , da die weltweite Bevölkerung eben nicht in eindeutige Klassen eingeteilt werden kann) es bisher geschafft hat eine auf Dauer funktionierende Gesellschaft aufzubauen. Die bisher bestandenen Systeme sind letztlich alle daran gescheitert und bestehende werden noch scheitern, weil sie nicht in der Lage waren die wesentlichsten wirtschaftliche n Voraussetzungen zur Existenz ihrer Staaten auf Dauer zu sichern. Weil eben die mit dem Sozialismus/Kommunismus "verknüpfte" Planwirtschaft schlichtweg nicht funktioniert.
Auch kenne ich es nun auch noch aus DDR Zeiten, dass Fakten, die von der s.g. bürgerlichen Presse kommen immer Lügen sind. Es kann ja nicht sein, was nicht sein darf. Fakt ist doch nun mal, dass Griechenland bei annähernd gleicher Bevölkerungszah l wie Österreich fast zehnmal so viele Beamte hat, die nicht mal in der Lage sind bei den Reichen die Steuern einzutreiben.
Zitat:
Was verstehst Du unter eigene Hände? Wer soll das sein? Hier liegt ja der Hase im Pfeffer. Hiern sind ja die bisherigen realsozialistis chen Länder gescheitert. Denn "Volkseigentum" gibt es nicht. Es muss immer Jemand die juristische Verfügbarkeit ausüben. Das führte in fast allen Fällen dazu, dass entweder alles verlotterte, weil sich letztendlich niemand zuständig fühlte oder das in großen Maßstab aus der entsprechenden Stellung massive persönliche Vorteile gezogen wurden, bis hin zur pseudkommunisti schen Familiendynasti e in Nordkorea. Hier wirkt nun mal die von Marx erkannte Gesetzmässigkei t, "Das gesellschaftlic he Sein, bestimmt das Bewustsein".
Das sagt ja auch keiner. Aber es wäre schlimm, egal wieviele es nun tun sollten.
zitiere Kuddel Dutt:
Das wissen wir und die Genossinnen und Genossen in Griechenland, da wir dem bürgerlichen Staat nunmal alles zutrauen. Aber sag das mal dem 0815 Pasok, Synaspismos oder ND Wähler, der jetzt erstmals mit Armut konfrontiert ist. Die haben doch keine Ahnung. Die Vertrauen "ihrem" Staat.
Deshalb müssen KKE und KNE auch was das betrifft aufklären.