| Österreichische Post kündigt Massentlassungen an | | Drucken | |
| Österreich |
| Sonntag, den 06. Januar 2008 um 13:48 Uhr |
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"Alles für die AktionärInnen, heißt es bei der Post AG“. So bewertet Josef Stingl, Sprecher des Gewerkschaftlichen Linksblock Tirol (GLB), die angekündigten Massenentlassungen von 1.700 Mitarbeitern bis 2012 bei der österreichischen gelben Post. "Allein in Tirol sollen danach bis zu 170 Postlerinnen und Postler auf die Straße gesetzt werden. Sie werden ihr Leben mit der Arbeitslosigkeit fristen müssen und in Wien wird sich ein zusätzlicher, ein fünfter Vorstand über sein fettes Managergehalt freuen können," kritisiert Stingl.
Ein Blick in die aktuelle Bilanz zeige, dass sich das Postmanagement nicht auf wirtschaftliche Gründe herausreden könne. Die Postaktien verzeichnen einen 60-prozentigen Kursanstieg seit dem Börsengang. Bei einem um zwei Prozent gesteigerten Umsatz hat die Post AG den Gewinn um satte 19 Prozent auf 123 Millionen Euro erhöht. Parallel dazu kam es laufend zu einer Reduktion der Beschäftigten. "Den AktionärInnen ist es nicht genug, ihre Dividenden sollen, bzw. müssen auch in den kommenden Jahren steigen. Kündigungswellen lassen Aktienkurse steigen, und die Post-Vorstände - mit unvorstellbaren Managergehältern - sind das willige Werkzeug der Post-AktionärInnen für ihr Ziel", analysiert Stingl. Daher sei es nicht verwunderlich, dass "die Zeichen auf Sturm stehen und sich - wie es den Anschein hat - ein Streik nicht verhindern lassen wird", wie es Tirols Postgewerkschafter Erwin Zangerl gesagt habe. Stingl dazu: "Wir, die LinksgewerkschafterInnen Tirols, haben dafür größtes Verständnis und solidarisieren uns mit den Postlerinnen und Postlern im Kampf um ihren Arbeitsplatz. Wir hoffen in ihrem Interesse, dass FCG-Gewerkschafter Zangerl Rückgrat zeigt und nicht wie oft seine Wiener FSG-Postgewerkschafts-KollegInnen im letzten Moment die Augen schließt, den Schwanz einzieht und die KollegInnen im Regen stehen lässt." Abschließend erinnert der GLB-Sprecher Stingl daran, dass der Gewerkschaftliche Linksblock immer gegen die Privatisierung der Post aufgetreten ist, und sich jetzt in der Ablehnung des im Frühjahr 2006 erfolgten Börsenganges und der Privatisierung von 49 Prozent der Post AG bestätigt sieht. Quelle: Gewerkschaftlicher Linksblock Tirol / RedGlobe Neuere Artikel:
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