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KPÖ will Wohnkosten auf ein Drittel des Einkommens zu begrenzen | Drucken |  E-Mail
Österreich
Mittwoch, den 14. April 2010 um 10:53 Uhr

Mietkampagne der KPÖ InnsbruckDie neue Innsbrucker Bürgermeisterin freut sich über eine schwarze Null beim Gemeindebudget. »Während es der Gemeinde `gut´ geht läuten für zahlreiche Innsbrucker GemeindebürgerInnen die Alarmglocken! Für immer mehr mutiert in unserer Landeshauptstadt Wohnen zur Armutsfalle«, warnt hingegen der Innsbrucker KPÖ-Sprecher Josef Stingl. Am 1. April sei beispielsweise der Richtwertmietzins von 5,77 Euro auf 5,99 Euro um 3,8 Prozent pro Quadratmeter Wohnfläche angehoben worden. »Die Miete einer 75 m²-Wohnung erhöht sich durch diese eine Maßnahme um jährlich 200 Euro«, rechnet der Innsbrucker Kommunist vor. »Gestiegene Betriebs- und Heizkosten reißen zusätzlich noch nicht mehr verantwortbare Löcher in die immer enger werden Haushaltskassen!«

KPÖ-Sprecher Stingl kritisiert in diesem Zusammenhang auch die Mietzinsbeihilfe von nur vier Euro pro Quadratmeter: »Sie ist nun schon um ein Drittel unter dem eingeforderten Richtwertmietzins! So ist es mittlerweile schon Usus, dass Innsbrucker GemeindebaubewohnerInnen trotz Sozialwohnung und Mietzinsbeihilfe, auch noch zusätzlich auf dringend benötigte Sozialhilfe zurückgreifen müssen, allein um ihre Wohnkosten bezahlen zu können.« Es gebe jedoch auch sozialpolitisch annehmbare Alternativen, so Stingl. »In der steirischen Landeshauptstadt Graz wurde bereits 1997 auf Betreiben des damaligen KPÖ-Wohnungsstadtrates Ernest Kaltenegger (dem 'Sozialengel') beschlossen, dass die Wohnkosten (Miete plus Betriebs- und Heizkosten) für Gemeindewohnungen (bzw. einer Wohnung in einem Übertragungswohnbau) nicht höher als ein Drittel des Einkommens sein dürfen.«

Die Innsbrucker KPÖ startet daher heute auf Grundlage des Stadtrechts mit einer Petition an das »Innsbrucker Stadtparlament«, um auch in der Tiroler Landeshauptstadt das bewährte Grazer Modell zu übernehmen.  Die Innsbrucker KommunistInnen werden in den nächsten Wochen und Monaten mit mobilen Infoständen dafür werben. Benötigte Unterschriftenlisten können über das Büro Gumppstraße 36, 6020 Innsbruck sowie über die Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. angefordert werden. Auf der Homepage http://wohnen.imzoom.info kann die Petition auch interaktiv unterstützt werden. »Was in Graz möglich ist, muss auch in Innsbruck machbar sein«, hofft KPÖ-Sprecher Josef Stingl.


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