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Polizeigewalt in Madrid: 20 Verletzte |
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Spanien
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Freitag, den 05. August 2011 um 12:01 Uhr |
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Mit brutaler Gewalt ist die spanische Polizei in der vergangenen Nacht gegen eine Demonstration der »Empörten« vorgegangen, die in Madrid gegen die Abriegelung der zentral gelegenen Puerta del Sol protestierten. Der Platz, auf dem die Bewegung »15-M« einen Informationsstand errichtet hatte, war am Dienstag von den Sicherheitskräften geräumt worden. Seither verhindern Uniformierte jede erneute Protestaktion auf dem Platz, der offiziell den »Mittelpunkt Spaniens« bildet. Hintergrund der Räumung und des Belagerungszustandes im Zentrum der spanischen Hauptstadt ist offenbar der bevorstehende Papstbesuch, für den die von der rechten Partido Popular (PP) geführte Stadtverwaltung Madrid hübsch sauber präsentieren will.
Berichten zufolge begannen die Auseinandersetzungen ab etwa 23 Uhr vor dem Innenministerium. Dorthin waren die Demonstranten gezogen, um gegen die Abriegelung der Innenstadt zu protestieren. Als einige Demonstranten ein Protestplakat an der Mauer des Ministeriums befestigen wollten, seien Polizisten »gewaltsam und unverhältnismäßig« gegen die Jugendlichen vorgegangen, berichteten Augenzeugen. Mindestens 13 Demonstranten seien so schwer verletzt worden, dass sie ärztlich behandelt werden mussten. Einige hatten klaffende Wunden, die genäht werden mussten. Auch sieben Polizisten sollen verletzt worden sein.
Trotz der Repression wollen die »Empörten« ihre Proteste fortsetzen. Für den heutigen Freitag ist um 20 Uhr eine erneute Demonstration zur Puerta del Sol angekündigt. Auch in vielen anderen Städten des Landes wollen Menschen gegen die Unterdrückung ihrer Bewegung auf die Strasse gehen.
Die Plattform »Wirkliche Demokratie jetzt« warf den Sicherheitskräften vor, durch ihr Vorgehen die spanische Verfassung gebrochen zu haben. Diese garantiere den Bürgern das Recht, sich friedlich und ohne Waffen zu versammeln. »Wenn die universellen Bürgerrechte auf Versammlungs- und Bewegungsfreiheit nicht respektiert werden, welche Legitimität haben dann diejenigen, die uns gewaltsam ihr Recht aufzwingen wollen?« fragt »Wirkliche Demokratie jetzt« in einer am Freitag verbreiteten Erklärung.
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