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SDAJ fordert Aufhebung des KSM-Verbots | Drucken |  E-Mail
Tschechische Republik
Mittwoch, den 04. Juni 2008 um 09:36 Uhr
In einer Erklärung hat der Bundesvorstand der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) die Aufhebung des Verbots des tschechischen Kommunistischen Jugendverbandes (KSM) gefordert. Anlass für diese erneute Solidarität der SDAJ mit den verfolgten tschechischen GenossInnen ist die Verhaftung eines KSM-Mitglieds bei einer Gewerkschaftsdemonstration gegen Privatisierungen im Gesundheitswesen, dem das Tragen einer Fahne seiner Organisation zur Last gelegt wird. "Dank der großen Unterstützung aus dem Ausland und der Intervention von Parlamentsabgeordneten der Kommunistischen Partei Böhmens und Mährens (KSCM) wurde er inzwischen freigelassen", freut sich die SDAJ.
Trotzdem erinnert der Jugendverband daran, dass dies nicht der erste Übergriff der Staatsmacht gegen die tschechischen JungkommunistInnen war: "Bereits am 1. Mai wurden Mitglieder der KSM von der Polizei attackiert. In Brno beschlagnahmte die Polizei einen Infostand und nahm die AktivistInnen fest. In Prag wurde in der Nacht zuvor eine Ausstellung der kritischen Künstlergruppe 'Guma Guar', die das Verbot des KSM dokumentierte, von maskierten Unbekannten zerstört."

Weiter heisst es in der Erklärung: "Als Bundesvorstand der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend – SDAJ verurteilen wir die Übergriffe auf die Genossinnen und Genossen des KSM aufs Schärfste. Der politischen Justiz soll offenbar nun die politische Polizei folgen – die Repressionen gegen tschechische Kommunisten sind damit auf einer neuen Stufe angelangt.  Wir unterstützen die Solidaritätsaktionen des Weltbundes der Demokratischen Jugend (WBDJ) für den KSM! Wir wollen uns dem schärfer werdenden Antikommunismus in Europa widersetzen! Hoch die internationale Solidarität!"
 

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