| Lafontaine Spitzenkandidat der Linkspartei in NRW | | Drucken | |
| Bundestagswahl 2005 |
| Sonntag, den 31. Juli 2005 um 02:17 Uhr |
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Mit großer Mehrheit ist Oskar Lafontaine auf Platz eins der Landesreserveliste der Linkspartei in NRW gewählt worden. Lafontaine erhielt auf dem Landesparteitag der Linkspartei in Essen am 30. Juli 193 Stimmen. Sein Gegenkandidat Axel Gonder aus Kleve erhielt 26 Stimmen. Ein Delegierter schrieb den Namen Karl Marx auf den Stimmzettel. In einer kämpferischen Rede hatte Lafontaine die Delegierten überzeugt. Er forderte ein Ende des Sozialdumpings und ein Ende der neoliberalen Politik. Weil den Gegnern die Argumente ausgingen, hätten sie mit einer Diffamierungskamgagne gegen das Linksbündnis begonnen. Union und SPD hätten mit ihrer Politik den Sozialstaat ruiniert. Die Grünen nannte er "die Verwelkten". Lafontaine mußte sich aber auch Kritik wegen seiner "Fremdarbeiter"-Äußerung gefallen lassen. "Links ist, wo keiner fremd ist", stand auf einem Plakat der PDS-nahen Jugendorganisation Solid. Lafontaine bedauerte, daß er mit dem Begriff den Eindruck erweckt habe, die Arbeitnehmer seien für die Misere am Arbeitsmarkt verantwortlich. Die wahren Lohndrücker seien die Unternehmen. Quelle: WASG NRW |