| Ein krankes neues Krankenhaus |
| Hamburg |
| Montag, den 27. Februar 2006 um 02:08 Uhr |
|
Am Freitag dem 24. Februar 06 wurde das neue Krankenhaus in Barmbek offiziell eingeweiht. 500 Gäste waren eingeladen. Unter ihnen weilte auch der Erste Bürgermeister Ole v. Beust. Das AK Barmbek (AK steht nicht mehr für Allgemeines Krankenhaus – sondern ab sofort für Asklepios Klinik) hat seinen Betrieb seit Mitte Dezember im Neubau aufgenommen. Waren die Beschäftigten im Altbau schon gebeutelt und am Rande der Belastbarkeit angelangt, so hat der Stress und haben die schlechten Arbeitsbedingungen massiv zugenommen. Leistungsverdichtung mit immer mehr Patienten, aber bei schlechter personeller Ausstattung ist an der Tagesordnung. Wie aus der Tagespresse zu entnehmen war, ist die personelle Situation im Patiententransport bei massiv angestiegenen Anforderungen verschlechtert worden. Die Stationsleitungen haben mit einem gemeinsamen Brief an die Pflegedirektorin auf die Arbeitssituation und die kritischen Zustände für Personal und Patienten hingewiesen. Die Betriebsgruppe von der Gewerkschaft VERDI hat einen Brief an den Ersten Bürgermeister geschrieben, der von einer großen Zahl von Kolleginnen und Kollegen unterschrieben wurde. Auch hier wurde auf die kritische Situation für Patienten und Beschäftigte hingewiesen. Der Bürgermeister wurde auch an seine Verantwortung als Anteilseigner des Klinikums erinnert. Am Mittwoch dem 22. Februar 06 traten die Kollegen des AK Barmbek im Rahmen der Streikmaßnahmen des öffentlichen Dienstes in einen ganztägigen Warnstreik. Das war bereits der 3. Warnstreik im Laufe der letzten Wochen. Vorrangig geht es um die Verhinderung der Anhebung der Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 40 oder mehr Stunden. Bei eisiger Kälte waren die Beschäftigten aber kämpferisch. Mit einer Demonstration durch den Stadtteil Barmbek machten sie lautstark die Bevölkerung auf ihre Belange aufmerksam. Anschließend beteiligten sich die Kolleginnen und Kollegen in den Messehallen an einer großen Kundgebung an der verschiedene Berufsgruppen wie Lehrer, Kollegen aus den Schwimmhallen, Sozialarbeiter, Polizisten teilnahmen. Der Vorsitzende von VERDI Frank Bsirske hat mit einer eindrucksvollen Rede auf den notwendigen Kampf der Kolleginnen und Kollegen für ihre Belange hingewiesen. Im Anschluss an die Veranstaltung fand eine spontane Demonstration durch die Innenstadt statt. An dieser Demonstration nahm die Mehrzahl der anwesenden Kollegen teil. |












