| Faltlhauser betreibt Schmutzkampagne - "Unglaubliche Entgleisung und pure Lüge" |
| Bayern |
| Freitag, den 10. März 2006 um 13:49 Uhr |
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Zunächst ungläubig, dann mit Fassungslosigkeit wurden bei ver.di Bayern die gestrigen Äußerungen von Bayerns Finanzminister Kurt Faltlhauser aufgenommen. Er hatte ver.di vorgeworfen, wegen des Streiks am Uniklinikum Würzburg würden „Leute abgewiesen, die krebskrank sind; also da wird’s wirklich kriminell“. Dominik Schirmer, Leiter des Fachbereichs Gesundheit bei ver.di Bayern, sagt dazu: „Das ist eine unglaubliche Entgleisung, und dazu eine pure Lüge.“ ver.di sei der Klinik bei den Notdienstvereinbarungen sehr weit entgegengekommen, und auf deren Anforderungen habe man immer sofort reagiert. Es sei ja auch bezeichnend, dass sich die Klinik zu den Behauptungen Faltlhausers nicht äußern will.
Der Versuch, ver.di zu kriminalisieren, habe Methode; die Staatsregierung wolle ja unermüdlich der Gewerkschaft bei den Streiks der Autobahn- und Straßenmeistereien am Zeug flicken (Faltlhauser: „unerträglich“, „Saustall“). „ Aber – aus Sicht von Herrn Faltlhauser leider – gab es keine Unfälle auf den bestreikten Strecken. Man kann sich schon ausmalen, wie Herr Faltlhauser das ausgeschlachtet hätte“, sagte Schirmer. Nachdem es dort fehlgeschlagen sei, schüre man eben jetzt die Angst an den Kliniken. „Was Herr Faltlhauser da sagte, ist Rufmord, Verleumdung, Diffamierung an den Streikenden. Faltlhauser will die Bevölkerung aufwiegeln, nein: Aufhetzen“ sagte Schirmer. Die Herren Beckstein, Söder und Herrmann hätten ja schon kräftig draufgehauen, aber in Streikzeiten werde nun mal nicht mit dem Florett gefochten. „Doch was der Finanzminister – wir gehen davon aus, dass er für die Staatsregierung spricht – da von sich gibt, ist eine nie da gewesene Unverschämtheit“, so Schirmer. „Wir fordern Herrn Faltlhauser auf, sich umgehend für diese Beleidigung und Kriminalisierung der Beschäftigten öffentlich zu entschuldigen", forderte Schirmer. Quelle: ver.di Bayern |












