| DGB-Aufruf zum 1. Mai 2006: Deine Würde ist unser Maß |
| Wirtschaft & Gewerkschaft |
| Mittwoch, den 12. April 2006 um 10:20 Uhr |
Ein Leben in Würde ist für viele Menschen keine Selbstverständlichkeit. In Unternehmen kommt es trotz Rekordgewinnen zu Massenentlassungen. Verschämte Armut ist längst zur Kehrseite unverschämten Reichtums geworden. Zunehmende Unsicherheit prägt die Arbeits- und Lebensbedingungen vieler Menschen:
Immer mehr Menschen werden von der gesellschaftlichen Teilhabe ausgegrenzt. Ihre Erwartung, ein selbstbestimmtes Leben ohne existenzielle Not führen zu können, wird mehr und mehr enttäuscht. Eine Politik, die dem Gemeinwohl verpflichtet ist, darf dies nicht hinnehmen. Weder der europäische Einigungsprozess noch der weltweite wirtschaftliche Wettbewerb liefern Sachzwänge, die nicht sozial von den Menschen gestaltet werden könnten. Die sozialen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Widersprüche dürfen nicht länger ignoriert werden. Menschen dürfen nicht als Kostenfaktor behandelt werden - weder in der Wirtschaft noch in den sozialen Sicherungssystemen oder im Bildungswesen. Der DGB setzt sich daher für einen Sozialstaat ein, der nicht weiter das Anwachsen sozialer Ungerechtigkeiten und damit zunehmende würdelose Arbeits- und Lebensbedingungen hinnimmt. In einer sozialstaatlich verfassten Demokratie ist soziale Gerechtigkeit die Grundvoraussetzung für ein Leben in Würde. Ohne die Würde des einzelnen Menschen gibt es keine freie Gesellschaft. Bildung, soziale Sicherheit, Kündigungsschutz, Mitbestimmung und Tarifautonomie sind die unumstößlichen Grundpfeiler in der Arbeitswelt, damit der Einzelne wirtschaftlichen Zwängen nicht schutzlos ausgeliefert ist. Sie gehören zu einer gelebten sozialen Demokratie. "Deine Würde ist unser Maß" heißt für uns konkret:
Dafür treten wir ein! Die Würde des Menschen zu schützen oder wieder herzustellen, das gehört zu einer solidarischen Gesellschaft. Solidarität ist die notwendige Grundlage, um die wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen gewaltfrei und gerecht zu lösen - in Deutschland, in Europa, weltweit. Darum sagen wir Gewerkschaften an diesem 1. Mai und an jedem anderen Tag: "Deine Würde ist unser Maß" Quelle: Deutscher Gewerkschaftsbund |





Ein Leben in Würde ist für viele Menschen keine Selbstverständlichkeit. In Unternehmen kommt es trotz Rekordgewinnen zu Massenentlassungen. Verschämte Armut ist längst zur Kehrseite unverschämten Reichtums geworden. Zunehmende Unsicherheit prägt die Arbeits- und Lebensbedingungen vieler Menschen:




