| Raúl Reyes: Wiederwahl Uribes wäre das Schlimmste für Kolumbien |
| Kolumbien |
| Donnerstag, den 04. Mai 2006 um 20:05 Uhr |
In einem Interview mit dem lateinamerikanischen Nachrichtensender teleSUR hat der Sprecher der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC-EP), Raúl Reyes, scharfe Kritik an der zweitstärksten Guerrilla des südamerikanischen Landes, der Nationalen Befreiungsarmee (ELN), geübt. Diese führt derzeit Friedensverhandlungen mit der rechten Regierung des Präsidenten Álvaro Uribe. Ein Friedensvertrag und eine Demobilisierung der ELN würden alle "frustrieren", die bislang an die ELN geglaubt und sie unterstützt hätten, so Reyes. Diese Friedensverhandlungen könnten nicht erfolgreich sein. Die Regierung Uribes sei "die reaktionärste Regierung der letzten Zeiten", die "am meisten vor den Gringos in die Knie gegangen sei", so reyes. Es sei unverständlich, dass die ELN solch einer Regierung "die Hand gibt".Solange Uribe an der Macht bleibe, seien weder ein Dialog noch ein Gefangenenaustausch vorstellbar, so Reyes, da das einzige Interesse Uribes der Krieg sei. Die Gefangenen der FARC seien "sehr deprimiert" über die Weigerung der Uribe-Regierung, einen humanitären Austausch zu ermöglichen. Er unterstrich, dass in einem eventuellen Gefangenenaustausch auch alle Guerrilleros einbezogen werden müßten, die in die USA ausgeliefert wurden. Zugleich unterstrich er, dass die Guerrilla drei Agenten der CIA gefangen halte, die für die Regierungen in Washington und Bogotá spioniert hätten. Die FARC seien bereit, diese US-Amerikaner freizulassen, sobald die in die USA verschleppten Guerrilleros wie der Comandante Simón Trinidad in ihre Heimat zurückgekehrt und freigelassen worden seien. Eine mögliche Wiederwahl Uribes bei den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in Kolumbien ist nach Ansicht der Guerrilla "das Schlimmste, was Kolumbien, dem Frieden und den Beziehungen mit den Nachbarländern" passieren könne. "Das Beste, was das Volk tun kann, wenn es den Frieden will und nicht mehr will, dass unsere Souveränität mit Füßen getreten wird, ist, nicht für Uribe zu stimmen", unterstrich Reyes. Zugleich unterstützte er den Vorschlag des Präsidentschaftskandidaten Álvaro Leyva, innerhalb von sechs Monaten den Frieden in Kolumbien zu erreichen. "Klar ist das möglich, zumindest die Grundlagen für etwas, was der Frieden werden kann, zu legen", so Reyes. Eine dauerhafte Lösung brauche aber mehr Zeit. Quelle: teleSUR - Zusammenfassung: RedGlobe Das Interview mit Raúl Reyes ansehen (MPEG, 34,5 MB): Hier klicken
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In einem Interview mit dem lateinamerikanischen Nachrichtensender teleSUR hat der Sprecher der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC-EP), Raúl Reyes, scharfe Kritik an der zweitstärksten Guerrilla des südamerikanischen Landes, der Nationalen Befreiungsarmee (ELN), geübt. Diese führt derzeit Friedensverhandlungen mit der rechten Regierung des Präsidenten Álvaro Uribe. Ein Friedensvertrag und eine Demobilisierung der ELN würden alle "frustrieren", die bislang an die ELN geglaubt und sie unterstützt hätten, so Reyes. Diese Friedensverhandlungen könnten nicht erfolgreich sein. Die Regierung Uribes sei "die reaktionärste Regierung der letzten Zeiten", die "am meisten vor den Gringos in die Knie gegangen sei", so reyes. Es sei unverständlich, dass die ELN solch einer Regierung "die Hand gibt".






