25 | 03 | 2019

Die brasilianische Arbeiterpartei (PT) hat die Unterwerfung der neuen Regierung von Jair Bolsonaro unter die Interessen der USA verurteilt, die Venezuela destabilisieren wollen, wie die Agentur Prensa Latina berichtet.

"Diese aggressive Entscheidung der brasilianischen Regierung zeigt, dass unser Land keine autonome Außenpolitik mehr hat, da es sich unkritisch und gegen seine eigenen Interessen an Donald Trumps kriegstreibender und anti-lateinamerikanischer geopolitischen Agenda ausgerichtet hat", kommentiert das Portal Brasil 247.

Die PT lehnt den Beschluss der neuen brasilianischen Regierung ab, die jüngste Erklärung der Lima-Gruppe zu unterstützen, die das Mandat von Präsident (Nicolás) Maduro nicht anerkennt und die Verwirklichung eines Putsches in Venezuela fördert. Eine solche Position widerspreche den höchsten Traditionen der brasilianischen Diplomatie. Die verfassungsrechtlichen Prinzipien der Nichteinmischung und der friedlichen Beilegung von Streitigkeiten hätten sich stets für den Dialog und die Verhandlung als einzige Form ausgesprochen, den internen Konflikt dieses Schwesterstaates zu lösen.

Die von der PT-Präsidentin Gleisi Hoffmann und Senator Lindbergh Farias, dem Vorsitzenden der Partei im Senat, unterzeichnete Erklärung warnt davor, dass "eine derart kriegstreibende Agenda den inneren Konflikt Venezuelas verschärfen, die Integration Lateinamerikas schwächen, Brasilien kleiner machen und sehr wahrscheinlich in unserer gesamten Region schwerwiegenden Instabilität verursachen wird.“

Der venezolanische Außenminister Jorge Arreaza hat am Freitag seine Bereitschaft geäußert, mit seinem brasilianischen Amtskollegen Ernesto Araújo zu sprechen, trotz der Haltung von Bolsonaro, der bereit ist, Maduro zu stürzen. Über Twitter erklärte der Außenminister, dass trotz der Absicht, einen bilateralen Austausch zu erreichen, dessen Verwirklichung angesichts der Einigkeit der brasilianischen Behörden mit dem Eifer der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten, die von den Venezolanern demokratisch gewählte Regierung zu delegitimieren, unwahrscheinlich sei.

Quelle:

Granma Internacional


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