18 | 09 | 2019

Am Donnerstag den 21. März wurde der Bürochef von Juan Guaidó, Roberto Marrero, vom Bolivarischen Geheimdienst (SEBIN) wegen „Verbrechen, die die Verletzung der vefassungsmäßigen Ordnung, die Förderung des Terrorismus und der Gewalt und den Versuch der Ermordung des Staatschefs beinhalten“, festgenommen. Das geht aus einem Kommuniqué der Staatsanwaltschaft Venezuelas hervor.

Seine Verhaftung erfolgte außerdem aufgrund eines Haftbefehls des Sondergerichts der Ersten Instanz von Caracas und dabei waren Staatsanwälte der Generalstaatsanwaltschaft anwesend.

Der Minister für Inneres, Gerechtigkeit und Frieden Néstor Reverol informierte in einer Pressekonferenz, dass man bei der Durchsuchung des Hauses von Marrero zwei Sturmgewehre und Bargeld in Devisen beschlagnahmt habe. Laut Reverol führte der Bürochef Guaidós eine „größere genau identifizierte Gruppe an, die selektive Morde von hochrangigen Personen des venezolanischen Staates und der öffentlichen Dienste des Landes planten.“

Am Samstag spezifizierte der Kommunikationsminister Jorge Rodríguez die Information, als er von einer Gruppe von acht bis zehn Teams von Berufskillern sprach, die aus Nicaragua, Honduras und El Salvador, dem Epizentrum der Rekrutierung hierhergebracht worden seien. Laut Rodríguez wurden diese Gruppen in Kolumbien ausgebildet, um terroristische Anschläge in Venezuela auszuführen.

Wenigstens die Hälfte dieser Gruppen sei bereits im Land, während es die anderen wegen der Schließung der Grenzen nicht geschafft hätten, sagte Rodríguez. Ihr Ziel war es, soziale Führer und Politiker der Bolivarischen Revolution zu ermorden sowie neue Anschläge gegen das elektrische System, die U-Bahn von Caracas und die Seilbahn von Caracas als falsche Positive zu begehen, um so den Eindruck zu erwecken, es handle sich dabei um Deserteure der Nationalen Bolivarischen Streitkräfte (FANB). Er sagte, dass man nicht nur die Absicht hatte, sie als Deserteure darzustellen sondern man außerdem den Zweck verfolgt habe, die Existenz eines Konflikts zwischen Venezolanern zu projizieren.

Wie werden diese Gruppen bezahlt?

Der Minister gab auch bekannt, dass man unter dem bei Marrero beschlagnahmten Material   mobile Telefone gefunden habe, die den Zugang zu Gesprächen des Bürochefs ermöglichten. Dem verdanke man eine Reihe wichtiger Entdeckungen in Bezug auf die Organisation dieser Gruppen, von denen jede aus sechs bis acht Personen bestehe und zu welchem Zweck sie benutzt würden.

Wie Marrero Guaidó mitteilte, erhielt die Rekrutiererin der Gruppe, die Roxana von Cúcuta genannt wird, zwischen 500.000 und 700.000 Dollar pro Tag, um diese Killer zu bezahlen und um zu versuchen, dass Militärs desertieren und zu ihnen stoßen. Das Geld wurde über eine Schein- NGO auf Konten der Bank of America hinterlegt, deren Nummern deutlich aus den Unterhaltungen hervorgehen. Laut Rodríguez wurde diese Schein NGO zwischen Januar und Februar auf Bitten Guaidós von der Regierung von Iván Duque geschaffen.

Bei den Unterhaltungen zwischen Guaidó und Marrero geht außerdem hervor, dass das Geld aus dem beschlagnahmten Geld der venezolanischen Staatsunternehmen stammt, eine integrierte Aktion zwischen der Dominikanischen Republik und PDV Caribe, Eigentum der staatlichen PDVSA. Das Geld, das sie zu rauben planten, um diese Operationen zu finanzieren, beläuft sich schätzungsweise auf eine Milliarde Dollar. Für die Durchführung dieser geheimen Finanzoperationen ernannte Guaidó Juan Carlos Planchard, der jetzt von der venezolanischen Justiz gesucht wird.

In diesem Zusammenhang erklärte der Minister auch, dass die Artikulatoren dieses Plans identifiziert seien und er berichtet aus dem Staat Carabobo die Verhaftung von Wilfrido Torres Gómez, alias Neco, Chef der kolumbianischen paramilitärischen Gruppe Los Rastrojos. Laut Rodríguez ist Torres Gómez einer der Köpfe dieser Killertruppe; man sei jetzt dabei den wichtigsten Straßenoperateur dieser terroristischen Zelle zu suchen, die den Beinamen „El agricultor“ (Landwirt) habe.

Der Generalstab und die Operation Libertad

Auf dem Telefon von Marrero befanden sich außerdem Gespräche mit einer Gruppe mit dem Namen „Generalstab“, die aus Mitgliedern der Partei Voluntad Popular besteht. Dabei wurde Leopoldo López als Leiter identifiziert, Freddy Guevara als Berater für den Diskurs von Guaidó, Marrero, die Abgeordneten Freddy Superlano und Sergio Vergara und Juan Guaidó selbst.

Die dort gefundenen Gespräche enthalten eine Erklärung von Freddy Guevara über die Operation Libertad, zu der Guaidó für die kommenden Monate aufgerufen hat. Laut Guevara hat der Antichavismus das Ziel „ von einer Belagerungsstrategie zu einer Angriffsstrategie überzugehen, mit selektiven Morden und Anschläge gegen öffentliche Einrichtungen.

Jorge Rodríguez zeigte, was die Operation Libertad vorhat:

—Selektive Morde

—Neue Sabotagen auf die U-Bahn von Caracas, die Seilbahn und die Stromversorgung

—Operationen mit falschen Positiven oder unter falscher Flagge mit angeblichen Deserteuren

—Einen Generalstreik, eine Erstürmung des Miraflores Palasts und terroristische Aktionen wie die Ermordung des Präsidenten Maduro

Diese Enthüllung unterscheidet sich kaum von den Erklärungen Guaidós vom Freitag, den 22 März in El Tigre im Staat Anzoátegui, wo er erklärte: „Wir Venezolaner betteln nicht um unsere Rechte. Deswegen gehen wir zusammen zum Miraflores und übernehmen das Büro aller Venezolaner“. Unter dieser Logik sagte der selbstproklamierte Präsident seinen Anhängern, dass „ man sich organisieren müsse, denn der Diktator wird auf die nette Tour nicht gehen“.

In den letzten Tagen hat er sich wiederholt für eine militärische Intervention ausgesprochen und er beschuldigte die Bolivarische Regierung die „Kosten“ zu erhöhen. Genügend bekannt ist auch seine Erklärung zum Tod der Venezolaner für seine Regierung; sie sind „eine Investition in die Zukunft“.

Andererseits ist es nicht das erste Mal, dass die Opposition kolumbianische und milttelamerikanische Killer unter Vertrag nimmt. Ähnliche Episoden gab es nach den Präsidentschaftswahlen 2013, als Söldner aus El Salvador festgenommen wurden und vor dem Marsch am 1. September 2016, als Gruppen festgenommen wurden, die mit Gewaltaktionen eine Volksabstimmung zur Amtsenthebung erzwingen wollten.

Auch die Anklagen der Bolivarischen Regierung wegen des fehlgeschlagenen Attentats und zwei Staatsstreichsversuchen 2018 wurden von Medien wie Bloomberg und New York Times bestätigt. Eine der letzten wurde von Präsident Maduro im Dezember 2018 bekanntgegeben, als er sagte, dass die USA eine Söldnergrruppe in Kolumbien und eine Gruppe der Sondereinsatzkräfte mit einem Stützpunkt in Florida trainiere, um einen irregulären Konflikt in Venezuela zu entzünden. Die Fakten bestätigen, dass der Antichavismus plump weiter dieses Mandat aus Washington erfüllt, ohne bisher irgendeinen Erfolg zu haben.

(aus: Misión Verdad)

Quelle:

Granma Internacional


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