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Vier Tote bei Protesten im Iran |
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Iran
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Montag, den 28. Dezember 2009 um 00:22 Uhr |
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Am Rande des islamischen Aschura-Festes ist es am Sonntag im Iran zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der Opposition und der Polizei gekommen. Die Polizei setzte Tränengas gegen die Protestierenden ein, von seiten der Demonstranten wurden Steine geworfen und Barrikaden errichtet. Mehrere Polizeifahrzeuge wurden in Brand gesetzt worden. Die Behörden bestätigten am Abend den Tod von vier Menschen, der aber nicht von der Repression verursacht worden sei. »Eines der Opfer verlor das Leben beim Sturz von einer Brücke, zwei weitere bei einem Verkehrsunfall und eine vierte Person an den Folgen eines Schusses«, sagte Polizeisprecher Ahmad Reza Radan gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.
Unter den Getöteten soll sich auch ein Neffe von Oppositionsführer Mussawi befinden. Der englischsprachige iranische Fernsehsender Press-TV meldete, Mussawis Neffe sei »von unbekannten Tätern« getötet worden. Polizeisprecher betonten, dass die Beamten keine Feuerwaffen getragen hätten. Der Tod von Seyed Ali Mussawi sei deshalb verdächtig und werde untersucht, hiess es. Die iranischen Behörden bestätigten die Festnahme von rund 300 Personen. Wie Press-TV unter Berufung auf ungenannte Quellen im iranischen Geheimdienst mitteilte, sollen sich unter den Verhafteten auch Mitglieder der illegalen »Volksmudschahidin« (MKO) befinden. Mitglieder dieser Organisation, die von den USA als »terroristisch« eingestuft wird, hätten die Proteste organisiert, hiess es.
Im arabischen Fernsehsender Al-Jazeera sprach dessen Reporter Mohammed Hassan Al-Bahrani von mehreren hundert Oppositionellen, die Sprechchöre auf den kürzlich verstorbenen Großajatollah Hussein Ali Montaseri und Oppositionsführer Mir-Hossein Mussawi ausgebracht hätten. Die Polizei habe zahlreiche Menschen festgenommen und damit ihre Drohung wahr gemacht, gegen unangemeldete Demonstrationen am Tag des Aschura-Festes vorzugehen. Die Oppositionellen hatten für ihren Protest das Aschura-Fest gewählt, um der Polizei angesichts zahlreicher Teilnehmer der religiösen Prozessionen ein Durchgreifen zu erschweren.
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