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Die Vermittlungsbemühungen der brasilianischen und der türkischen Regierung im Atomstreit zwischen den USA und dem Iran sind offenbar von Erfolg gekrönt und bremsen somit die Hardliner in Washington aus. In Teheran unterzeichneten die Außenminister der Türkei, Brasiliens und Irans auf einer Sitzung am gestrigen Montag im Beisein des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, seines brasilianischen Amtskollegen Luiz Inacio Lula da Silva und des türkischen Regierungschefs Recep Tayyip Erdogan eine Vereinbarung zum Austausch iranischen Urans im Ausland. Die Übereinkunft sieht nach Angaben des iranischen Außenministeriums vor, dass in der Türkei 1200 Kilogramm iranisches Uran mit einem niedrigen Anreicherungsgrad von 3,5 Prozent gelagert werden. Im Gegenzug soll Teheran 120 Kilogramm höher angereichertes Uran zu Forschungszwecken erhalten. Nach iranischen Angaben sollen nun die IAEA, die USA, Russland und Frankreich über die Vereinbarung informiert werden. Im Falle einer endgültigen Übereinstimmung zwischen Iran und dieser Gruppe könne das schwach angereicherte Uran innerhalb eines Monats in die Türkei geliefert werden, sagte der Sprecher des Außenministeriums in Teheran Ramin Mehmanparast.
Brasiliens Präsident Luiz Inacio Lula da Silva hatte zuvor in Teheran mit Blick auf die USA erklärt, ein Land, das selbst über Atomwaffen verfüge, könne ein anderes Land nicht darum bitten, keine zu entwickeln. »Es ist leichter für jemanden, der keine Atomwaffen dabeihat, wie ich, darum zu bitten«, sagte er am Samstag dem Sender Al Dschasira. Bereits vor seiner Abreise in den Iran war Lula vom brasilianischen Fernsehen auf Vorwürfe aus Washington und Europa eingegangen, er sei »naiv«, wenn er die Beteuerungen Teherans glaube, keine Atomwaffen bauen zu wollen. »Diese Vorwürfe kommen von den selben Leuten, die uns auch Naivität vorgeworfen haben, als wir sagten, dass der Irak über keine Massenvernichtungswaffen verfügt«, erinnerte der brasilianische Staatschef.
In Teheran beginnt heute auch das 14. Gipfeltreffen der G-15-Gruppe, einem Zusammenschluss blockfreier Staaten, dem Argentinien, Brasilien, Chile, Venezuela, Jamaika, Mexiko, Algerien, Ägypten, Kenia, Nigeria, Senegal, Simbabwe, Indien, Indonesien, Sri Lanka, Malaysia und Iran angehören.
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