| Erster Reservist wegen Verweigerung in Gaza inhaftiert | | Drucken | |
| Israel |
| Dienstag, den 13. Januar 2009 um 15:58 Uhr |
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"Es ist meine Pflicht, zu sagen: 'Schluss jetzt!'" Über 300 hatten am letzten Donnerstag vor dem Verteidigungsministerium in Tel Aviv protestiert, berichtet Courage to Refuse. "Die Demonstranten riefen zur Beendigung des Krieges in Gaza auf und riefen Soldaten der israelischen Armee zur Verweigerung auf". Bekannt geworden sind bislang etwa ein Dutzend Fälle von Verweigerern. Die genaue Zahl sei jedoch schwer festzustellen, so die älteste israelische Verweigererorganisation Yesh Gvul: „Häufig werden Verweigerungen erst bekannt, wenn die Armee mit Disziplinarverfahren gegen die Soldaten vorgeht." Einer der Reservisten, die sich dem Einsatz in Gaza verweigerten, ist der 25-jährige Yitzchak Ben Mocha. Er war zu seiner Eliteeinheit von Fallschirmspringern einberufen worden, meldete sich dort, verweigerte aber die Ausführung von Befehlen. Darauf hin schickte ihn das Militär wieder nach Hause. Gestern stellte er seine Gründe ausführlich in ABC (Australien) vor: "Ich bin in die Armee eingetreten, weil ich Teil einer Armee sein wollte, die Israel verteidigt. Doch im Laufe meines Dienstes setzte sich die Erkenntnis durch, dass der Staat Israel weder dem Ende der Besatzung, noch dem Leiden eines ganzen Volkes, noch dem Leben der eingesetzten Soldaten auf politischer und sozialer Ebene Priorität einräumt. Vielleicht war es das Leiden der palästinensischen Bevölkerung, welches ich zum ersten Mal direkt erlebte. Vielleicht war es die Einsicht, dass die fortwährende Besatzung die Soldaten blind macht für den Unterschied zwischen dem, was erlaubt, und dem, was verboten ist. Vielleicht war es die Einsicht, dass die Ausübung von Gewalt und Unterdrückung gegenüber einem ganzen Volk zu nichts Gutem führen kann. Vielleicht war es die unverfrorene Ignoranz der israelischen Gesellschaft und ihrer politischen Führung gegenüber der dringenden und sofortigen Notwendigkeit, die Besatzung, die Unterdrückung, das Kämpfen und das Blutvergießen auf beiden Seiten zu beenden. Und vielleicht waren es all diese Faktoren zusammen, die mich begreifen ließen, dass es meine Pflicht ist zu sagen 'Schluss jetzt!'. 'Schluss jetzt!' zum Wohle des palästinensischen Volks, 'Schluss jetzt!' zum Wohle der israelischen Gesellschaft und ein weiteres großes 'Schluss jetzt!' zu meinem eigenen Wohl." Neuere Artikel:
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