| Türkische Armee startet Bodenoffensive gegen Südkurdistan | | Drucken | |
| Kurdistan |
| Freitag, den 22. Februar 2008 um 11:57 Uhr |
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Die türkische Armee hat heute ihre seit langer Zeit geplante grenzüberschreitende Bodenoperation nach Südkurdistan (Nord-Irak) gestartet. Militärs überschritten die Grenze im Gebiet Uludere-Cukurca. Das Grenzgebiet wurde für Zivilisten gesperrt. An die militärischen Einheiten wurde der Befehl erteilt, aus jedem Dorf in Ulurdere und Beytüssebap Dorfschützer zu mobilisieren. Verhandlungen zwischen Militärs und Dorfschützerchefs ergaben, dass aus jedem Dorf lediglich zwei Dorfschützer mit guten Ortskenntnissen an der Operation teilnehmen.
Bereits vor einigen Tagen hatte die kurdische Guerrilla HPG gewarnt, dass die türkische Armee neben Luftoperationen auch eine Bodenoperation vorbereitet. Neben dem Hinweis auf Truppenkonzentrationen in der Region beinhaltete die Erklärung auch eine Warnung an die Dorfschützer: „Der türkische Staat setzt seine Politik fort, Dorfschützer im Krieg zu benutzen. Unsere Politik zu den Dorfschützern ist bekannt. Wir haben etliche Male zur Sprache gebracht, dass die Dorfschützer sich nicht am Krieg beteiligen sollen. Wir haben auch Amnestien dazu erlassen. In den letzten Jahren haben wir darauf geachtet, keine Dorfschützer anzugreifen. Aber wenn sie in dieser Zeit an Operationen teilnehmen, werden sie zum Ziel. Verantwortlich dafür werden, ebenso wie der türkische Staat, die Dorfschützer selbst sein. Dorfschützerchefs, die für eine Beteiligung an den Operationen werben, stehen besonders auf der Zielscheibe. Wir wollen nicht, dass Dorfschützer sterben und ihre Angehörigen leiden. Aber wir wollen auch deutlich machen, dass eine Beteiligung an den Operationen hart bestraft wird.“ Eine Bodenoperation bedeute den Tod von Tausenden Soldaten, so die Erklärung weiter. Quelle: kurdish-info.net / RedGlobe |
