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Free Gaza will nicht aufgeben | Drucken |  E-Mail
Palästina
Montag, den 31. Mai 2010 um 16:04 Uhr

MV Rachel CorrieTrotz des Massakers der israelischen Armee mit mindestens 10 un d möglicherweise sogar 19 Toten will die internationale Kampagne Free Gaza nicht aufgeben. Über den Internetdienst Twitter kündigte die Kampagne vor wenigen Minuten an: »Wir werden nicht stoppen. Wir werden nochmal vorangehen. Bitte spendet für die nächste Fahrt. Wir haben die Rachel Corrie und ein weiteres Schiff. Wir WERDEN fahren, bis Gaza frei ist!«

Das irische Frachtschiff »Rachel Corrie« hatte sich verspätet und befindet sich etwa zwei bis drei Tage Fahrtzeit hinter der Freiheits-Flottille. Auch die »Challenger II« war nicht in dem von den Israelis attackierten Konvoi dabei, da sie aufgrund technischer Probleme in einen Hafen in Zypern zur Reparatur angelaufen hatte. Schon vor dem heutigen Massaker hatte die Kampagne geplant, dass die »Challenger II« nach der Reparatur versuchen sollte, die »Rachel Corrie« zu erreichen und dann gemeinsam als »zweite Welle« die Blockade von Gaza zu durchbrechen.

Die Kampagne betont, dass von ihrer Seite keine Gewalt gegen die israelische Armee ausgegangen sei und verweist auf die im Internet verfügbaren Videoaufnahmen, auf denen unter anderem zu sehen sei, wie die Soldaten bereits im Augenblick des Angriffs das Feuer auf die Menschen eröffnen. Waffen sind dabei auf Seiten der Menschenrechtsaktivisten nicht zu sehen. »Israel kann nicht jeden Meter Film und jedes Stück Band beaschlagnahmen. Sie können uns nicht den Mund zukleben, und wir werden die Geschichte ihres Angriffs verbreiten«, kündigt die Kampagne ebenfalls über Twitter an.

Noch immer weigert sich die israelische Armee, die Namen der bei dem Angriff getöteten und verletzten Menschen zu nennen. Auch ihr Aufenthaltsort wird verschwiegen.

In der Nacht auf den heutigen Montag gegen 4 Uhr Ortszeit hatte die israelische Armee mit Waffengewalt und offenbar in internationalen Gewässern die humanitäre Freiheits-Flotille geentert, die sich mit sechs Schiffen und 10.000 Tonnen Hilfsgütern auf dem Weg in den palästinensischen Gazastreifen befand. Nachdem die israelische Armee später den Tod von mindestens zehn Menschen bestätigt hatte, meldete ein israelischer Fernsehsender später, dass 19 Menschen getötet worden seien. Zu den Teilnehmern der internationalen Flottille gehören Europaabgeordnete, Friedensnobelpreisträger, der Bestsellerautor Henning Mankell, Menschenrechtsaktivisten und andere. Aus Deutschland waren die beiden linken Bundestagsabgeordneten Inge Höger und Annette Groth sowie der Völkerrechtler Norman Paech sowie der Vizepräsident der deutschen Sektion der Ärzte zur Verhütung eines Atomkrieges (IPPNW), Matthias Jochheim, und Nader el Sakka von der Palästinensischen Gemeinde Deutschland mit an Bord. Zu ihnen besteht bislang kein Kontakt.

 


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Kommentare 

 
+1 #1 2010-05-31 18:25
Pech für Israel, dass so viele bekannte Leute mit auf dem Schiff waren.

Wie viele Personen wurden eigentlich entführt?

Es hat sich nichts geändert und das ist schnell vergessen...

wie die 1000-3000 massakrierten palästinensisch e Zivilisten in den Flüchtlingslage rn Sabra und Schatila
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