|
Israelische Truppen haben auch das vorläufig letzte Schiff der humanitären Hilfsflotte für den Gazastreifen gekapert. Am Samstagvormittag stürmten israelische Kommandos das unter irischer Flagge fahrende Frachtschiff "Rachel Corrie", nachdem es zuvor von Kriegsschiffen blockiert worden war. Zuvor hatte die Mannschaft des Frachters vier Aufforderungen der israelischen Armee ignoriert, den Kurs zu ändern und einen israelischen Hafen anzulaufen. Offenbar gab es diesmal keine Opfer, was wohl auf die Besonnenheit der Passagiere der "Rachel Corrie" zurückzuführen ist, die - wie zuvor angekündigt - keinen Widerstand gegen den Piratenüberfall leisteten. Nach Angaben der internationalen Kampagne "Free Gaza" erfolgte der Überfall wieder in internationalen Gewässern. Die Organisation dementierte auch israelische Behauptungen, wonach die Besatzung des Schiffs den Angreifern erlaubt habe, an Bord zu kommen und die Kontrolle zu übernehmen.
Bislang ist es den Menschenrechtsorganisationen nicht gelungen, Kontakt zum Schiff, zur Besatzung und den Passagieren aufzunehmen. Deshalb beruhe die Darstellung der Ereignisse bislang nahezu ausschliesslich auf den Darstellungen der israelischen Armee, warnte "Free Gaza". Dazu gehöre, dass die Armee und israelische Medien versuchen, den Namen des Frachters zu verschweigen. Die "Rachel Corrie" ist nämlich nach einer US-amerikanischen Aktivistin benannt, die 2003 in Rafah von einem israelischen Bulldozer überrollt und getötet wurde, als sie versuchte, die Zerstörung eines von Palästinensern bewohnten Hauses zu verhindern.
Offenbar schleppt Israel die "Rachel Corrie" nun wieder in den Hafen von Aschdod, von wo - so die Ankündigung - die Hilfsgüter auf dem Landweg in den Gazastreifen gebracht werden sollen. Allerdings verweigert Israel nach wie vor den Transport dringend benötigter Güter wie Baumaterialien - doch genau die hatte die "Rachel Corrie" vorrangig geladen. An Bord waren auch die irische Friedensnobelpreisträgerin Mairead Maguire und der frühere UN-Koordinator für humanitäre Irak-Hilfe, Denis Halliday.
Unterdessen berichtete der britische "Guardian", dass die Autopsie der dei der Stürmung der Freiheits-Flottille am Montag ermordeten neun Menschen ergeben hat, dass sie insgesamt 30 Schusswunden aufwiesen. Viele von ihnen seien aus nächster Nähe erschossen worden, so die angesehene Tageszeitung. Fünf der Opfer seien mit Kopfschüssen regelrecht hingerichtet worden. Weitere 48 Aktivisten seien ebenfalls durch Schüsse verletzt worden, Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass offenbar sechs Aktivisten noch immer vermisst werden. Israel behauptet, diese weder in Haft noch getötet zu haben.
Verwandte Artikel:
Neuere Artikel:
Ältere Artikel:
|
Kommentare
@ frank, mike, thomas:
ich weiß nicht, wer ihr genau seid und das interessiert mich auch nicht. ich weiß nur, dass ihr einen dicken stock in eurem (anti-) deutschen arsch habt und ihr tut mir einfach nur leid. für die schubladen, in denen ihr denkt, tut ihr mir extrem leid ! ihr habt einfach garnichts verstanden !!!!
euch nimmt jetzt eh keiner mehr ernst, da hilft auch kein Hochglanz-Rosa-auf-Grau mehr ! alles, was ihr politisch erstrebt habt, ist bald im mülleimer und zwar deswegen, weil es dahin gehört !
Jetzt ist die Gelegenheit für euch, einmal besser nachzudenken ! Wenn euch am Ende nur euer Hass bleibt, geht lieber sterben !
Und übrigens: Wenn man nichts gescheites zu sagen hat, kann man auch mal die Klappe halten !
Ich gratuliere! Sie. Hr. frank (ooops... wieder ein versehen...), dürfen den lebenslangen Zwangsurlaub in Gaza zusammen mit Hr. mike geniessen!
Ihnen, verehrter Hr. mike, (ooops, aus versehen habe ich ihren namen klein geschrieben...), würde ich einen lebenslangen Zwangsurlaub in Gaza wünschen