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Israel droht der Freiheits-Flotte | Drucken |  E-Mail
Palästina
Freitag, den 24. Juni 2011 um 08:46 Uhr

Auf dem Weg nach GazaDie israelische Regierung ist offenbar »entschlossen«, die zweite Gaza-Freiheitsflotte abzufangen, die an diesem Wochenende mit humanitären Hilfsgütern das von Israel blockierte Palästinensergebiet ansteuern will. Israels UN-Botschafter Ron Prosor kündigte an, die Marine seines Landes werde die zehn Schiffe aufhalten. Israel sei »entschlossen, sich zu verteidigen und wie jede andere Nation der Welt seine Rechte wahrzunehmen«. Die Blockade des Gazastreifens diene dazu, die Einfuhr von Waffen zu verhindern. Die Freiheitsflotte sei eine »Provokation« und habe nichts mit humanitärer Hilfe für Gaza zu tun. »Wer sich dort einschifft, tut dies auf eigene Verantwortung«, warnte der Diplomat. Im Vergangenen Jahr hatten israelische Soldaten bei der Kaperung der ersten Flotte neun türkische Aktivisten ermordet.

An der diesjährigen Flotte beteiligen sich unter anderem mehrere spanische Parlamentsabgeordnete, die sich auf der »Gernika« eingeschifft haben, sowie Aktivisten aus Skandinavien, Belgien, Frankreich, Australien, den USA und anderen Ländern. Aus Deutschland ist ein Redakteur der Tageszeitung junge Welt, Peter Wolter, an Bord der »Tahrir«. Die Zeitung hat ein »Online Spezial« eingerichtet, auf dem ständig direkt über die Ereignisse berichtet werden soll (www.jungewelt.de/blogs/freegaza/).

Marina Albiol, die für die Vereinigte Linke im autonomen Parlament von Valencia sitzt, bergündete auf ihrem Internetblog, warum sie sich gemeinsam mit ihren Kollegen an der Flotte beteiligt: »Die zweite Freiheitsflottille ist eine gewaltfreie Initiative, die drei Ziele verfolgt: Erstens, die illegale Blockade zu durchbrechen, die die Zivilbevölkerung schrecklich prekären Bedingungen unterwirft. Zweitens das ebenso humanitäre Ziel, Schul-, Sanitär- und Baumaterial zu transporttieren. Das dritte Ziel ist die internationale Anklage und Verurteilung dieser Situation, die das Volk Palästinas in Gaza erlebt, vor der Bevölkerung Europas und des Restes der Welt.

Die Tatsache, daß die Compañeros Willy Meyer (Europaabgeordneter der der spanischen Izquierda Unida, IU, Vereinigte Linke), Joan Josep Nuet (Generalsekretär der Partei der Kommunisten Kataloniens) und ich mitfahren, ist eine Demonstration dafür, daß die Vereinigte Linke weiter an der Seite des palästinensischen Volkes steht. Wir waren immer an der Seite der unterdrückten Völker, und deshalb wollten wir uns diesmal aktiv an dieser zweiten Freiheitsflottille beteiligen.«

Aus Dänemark beteiligen sich zwei Gewerkschafter an der Aktion. Annette Ekebjaerg-Jakobsen, Vorstandsmitglied der dänischen Post- und Dienstleistungsgewerkschaft LPSF, räumte ein, dass sie nach den Ereignissen im letzten Jahr Angst habe. Sie sei aber davon überzeugt, das Richtige zu tun. »Als Mutter und Großmuter trifft es mich sehr, von Frauen in Gaza zu hören, die dieselben Träume für die Zukunft ihrer Kinder und Enkelkinder haben wie ich«, so Ekebjaerg-Jakobsen gegenüber der Tageszeitung junge Welt. »Wir sehen es als unsere Pflicht, etwas gegen die unwürdige Situation der Menschen in Gaza zu unternehmen.« John Ekebjaerg-Jakobsen, Aktivist beim größten dänischen Gewerkschaftsverband 3F, sieht seine Aufgabe darin, andere auf die Lage im Gazastreifen aufmerksam zu machen: »Wir hoffen, daß wir weitere Kollegen und Freunde aus den Gewerkschaften für dieses wichtige Thema interessieren können«, so Ekebjaerg-Jakobsen.


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Kommentare 

 
0 #2 2011-06-24 10:34
Na gerd hat der Mossad dir den auftrag gegeben ihren terrorismus auf Internetforen gut zu sprechen :)`?
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-2 #1 2011-06-24 09:47
Leider wird mit keinem Wort erwähnt, wie man die Blockade Gazas durch die faschistische Hamas beseitigen will!
Mit dieser eurer Aktion helft ihr dem palästinensisch em Volk in keiner Weise. Bei einer Kaffee- und Kuchenfriedensf ahrt wäre ich dabei, aber diese Hilfsgüter?
Die Prekäre Situation des palästinensisch en Volkes liegt doch einzig an der Verteilung der Güter, die durch die faschistische Organisation der Hamas kontrolliert wird und die daran verdient.
Mir fehlt von eurer Seite die Unterstützung der Linken in Israel, die mit neuen Wegen friedlich zum Ziel führt, ein gemeinsames Nebeneinander, das zu einen Miteinander wird.
sozialistische Solidarität und Salam/Schalom
GerdEric
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