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Desinformation und Diffamierung gegen die zweite Gaza-Freiheitsflottille | Drucken |  E-Mail
Palästina
Dienstag, den 28. Juni 2011 um 17:24 Uhr

Zweite Freiheitsflottille nach GazaDer Deutsche Koordinationskreis Palästina Israel (KOPI) weist die Vorwürfe gegen die zweite Gaza-Freiheitsflottille zurück, die auf der Webseite der israelischen Zeitungen Yedioth Ahronoth und Haaretz am 27.06. veröffentlicht wurden. Demnach behaupten offizielle israelische Stellen, dass Aktivisten der Flottille chemische Substanzen mitführen, um sie gegen israelische Soldaten einzusetzen, und dass islamische Extremisten an der Flottille teilnehmen, die das »Blut von Soldaten der israelischen Armee vergießen« wollen.



Es sei zu befürchten, dass weitere derartige Meldungen ohne konkrete Belege folgen werden, um das gewaltfreie Anliegen der Freiheitsflottille zu diskreditieren, so der KOPI. Bereits im vergangenen Jahr habe Israel »mit Halbwahrheiten und nachweisbaren Falschmeldungen« versucht, das eigene gewalttätige Vorgehen, die Tötung von neun Aktivisten und die Verletzung von Dutzenden weiterer Menschen zu rechtfertigen.

»Diese Kampagnen können das Folgende nicht verschleiern: Die hermetische Abriegelung von Gaza ist illegal. Das wurde viele Male durch Menschenrechtseinrichtungen bestätigt einschließlich den Vereinten Nationen und dem Internationale Roten Kreuz. Diese Blockade hat verheerende Auswirkungen auf die Menschen in Gaza. Dies ist ebenfalls bestens dokumentiert. Das Abfangen der ersten Flottille war illegal. Der "UN Human Rights Council’s Fact Finding Mission Report" stellt eindeutig fest, dass diese Flottille weder eine unmittelbare Bedrohung für Israel darstellte noch dafür ausgelegt war, an kriegerischen Bestrebungen mitzuwirken. Das Abfangen der Flottille kann demnach nicht mit Selbstverteidigung gerechtfertigt werden und war illegal, so der Report. Die Teilnehmer der Freedom-Flottille 2 haben Erklärungen zum Gewaltverzicht unterzeichnet. Die Organisatoren der Flottille fordern dazu auf, jegliche Information, die das israelische Militär zu einzelnen Teilnehmer hat, an sie weiterzuleiten.«

 


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