| Amnesty International fordert Visa für Frauen der »Miami 5« | | Drucken | |
| USA |
| Samstag, den 28. März 2009 um 01:16 Uhr |
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Die internationale Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat sich einer Meldung des deutschen Solibündnisses »Basta Ya« einem Aufruf angeschlossen, mit dem gegen die Visaverweigerung für die Angehörigen der in den USA inhaftierten fünf kubanischen Kundschafter protestiert wird. »Im Fall von Gefangenen, deren Verwandte außerhalb der USA leben, ist die unbegrenzte oder gar permanente Verweigerung von Besuchen der unmittelbaren Verwandten der Gefangenen eine schwere Beeinträchtigung der Persönlichkeit. Amnesty International fordert die US-Regierung auf, noch einmal die Ausstellung einstweiliger Visa für Besuchszwecke für die zwei Frauen in Betracht zu ziehen. Amnesty International wird weiterhin den Fall hinsichtlich der Fairness des Strafverfahrens, das zu den Verurteilungen dieser Fünf Männer führte, untersuchen,« heißt es in der Erklärung.
Anlass für die erneute Erklärung von Amnesty ist, dass die US-Behörden den Ehefrauen Adriana Pérez und Olga Salanueva zum neunten Mal Einreisevisa verweigert haben, weil ein Besuch der beiden Frauen bei ihren Ehemännern die »nationale Sicherheit« der USA gefährden würde. Die US-Regierung hat sich wiederholt geweigert, den Kubanerinnen befristete Visa auszustellen, damit sie ihre Ehemänner besuchen können, die seit über zehn Jahren in den USA inhaftiert sind. Die Ehemänner der Frauen, René González und Gerardo Hernández, gehören zur Gruppe der »Kubanischen Fünf« (Cuban Five, auch Miami Five genannt), die in den USA antikubanische Terrorbanden ausgeforscht und mehrere Anschläge auf der Insel verhindert hatten. Olga Salanueva wurde Ende August/Anfang September 2000 aus den USA abgeschoben. Im März 2002 erteilte man ihr ein Visum, das jedoch am 23. April 2002, kurz vor ihrer Reise, wieder zurückgezogen wurde. Adriana Pérez erhielt 2002 ein Visum, wurde jedoch bei der Einreise festgenommen und elf Stunden später ausgewiesen. Seitdem haben die US-Behörden sämtliche Visa-Anträge der Frauen abgelehnt. Die US-Behörden begründen ihre Ablehnung mit dem Vorwurf, die Frauen seien in Terrorismus, Spionage und andere gegen die nationale Sicherheit gerichtete Angelegenheiten verwickelt. Jedoch ist keine der beiden Frauen in Verbindung mit diesen Vorwürfen angeklagt worden. Der Bericht von Amnesty International (in englischer Sprache): http://www.amnesty.org/en/library/asset/AMR51/041/2009/en/f9c713db-a083-4da2-ab4d-50420fda35fe/amr510412009en.html Der Bericht in deutscher Übersetzung bei miami5.de: http://www.miami5.de/news/amnesty-090325.html Neuere Artikel:
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