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CIA sieht USA als »Exporteur des Terrorismus« | Drucken |  E-Mail
USA
Donnerstag, den 26. August 2010 um 08:30 Uhr

Von Wikileaks veröffentlichtes CIA-DokumentDie CIA warnt intern davor, dass die USA international als »Terrorismus-Exporteur« angesehen werden könnte. Das geht aus einem Memorandum des US-Geheimdienstes hervor, das vom Internetportal Wikileaks am Mittwoch ins Netz gestellt wurde. Das aus dem vergangenen Februar stammende analysiert die Folgen, die sich für die Vereinigten Staaten ergeben könnten, wenn im Ausland erkannt würde, dass zunehmend Terroristen aus den USA gegen andere Länder vorgehen. In den Medien werde derzeit vor allem über islamische Attentäter berichtet, die Anschläge auf US-amerikanische Ziele verüben, zugleich werde aber kaum über solche US-Terroristen ohne muslimische Herkunft informiert, die Anschläge gegen andere Länder begehen.



Das Phänomen US-amerikanischer Terroristen sei nicht neu, so das Memorandum. Konkret nennt das Dokument »einige amerikanische Juden«, die an »gewaltsamen Aktionen gegen angenommene Feinde Israels« beteiligt gewesen seien. So habe ein in New York geborener und später nach Israel emigrierter Baruch Goldstein 1994 an der Ermordung von 29 Palästinensern während deren Gebets in einer Moschee in Hebron beteiligt war. »Einige Irisch-Amerikaner« hätten gewaltsame Aktionen finanziell und materiell unterstützt, die sich gegen die britische Herrschaft über Nordirland richteten. Nicht erwähnt werden in dem Papier allerdings zum Beispiel die Aktionen von Terroristen aus Miami, die Anschläge gegen die Kubanische Revolution verübt haben.

»Wenn sie zu der Einschätzung gelangen, dass die Vereinigten Staaten ein Exporteur des Terrorismus sind, könnten die Partner in anderen Ländern weniger offen für eine Zusammenarbeit mit dieser Nation in aussergerichtlichen Aktivitäten wie Verhören, Verhaftungen und der Auslieferung von Verdächtigen sein«, heisst es in dem Memorandum.

Der Gründer von Wikileaks, Julian Assange, kündigte ausserdem an, dass seine Seite noch im Verlaufe des Donnerstag die noch ausstehenden 15.000 Geheimdokumente über die Aktivitäten der US-Armee in Afghanistan veröffentlichen werde. Das Pentagon hatte in den vergangenen Tagen verzweifelt versucht, diesen Schritt zu verhindern.

 

Mehr Infos: www.wikileaks.org


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